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So genannte “Ping-Anrufe” folgen einem einfachen (und für den Anrufer sehr günstigen) Prinzip: Man ruft massenhaft Telefonnummern an und legt nach einem einmaligen Klingeln auf. Da moderne Telefone die Anrufnummer speichern und anzeigen, werden viele von ihrer Neugierde getrieben und rufen zurück. Danach folgt im Regelfall eine der drei folgenden Maschen:

  1. Man ruft – ohne es zu merken – eine teure 0900er/0180er Nummer zurück und vertelefoniert besonders teure Einheiten
  2. Man ruft zurück und erreicht niemanden, es kostet auch nichts. Später ruft dann erneut jemand an, diesmal ein “wirklicher Mensch”, der vorgaukelt von einem Unternehmen (Telekom etc.) zu sein und versucht, an persönliche Daten (Bankverbindung, Anschrift etc.) zu kommen. Wenn derjenige damit Erfolg hat, wird später behauptet, man habe dort angerufen und einen Vertrag (Gewinnspiel etc.) abgeschlossen.
  3. Nachdem man zurück ruft, findet man sich in einer telefonischen Auswahlliste wieder, in der man mit dem Drücken von Tasten durch ein Telefonmenü geführt wird. Dabei wird der Anwender, teilweise durch ein geschickt strukturiertes Auswahlmenü, der Anrufer so gelotst, dass er (unwissentlich) ein Abo abschließt, das sodann wöchentlich über die Telefonrechnung abgerechnet wird – so genanntes “Voice-Abo“.

Schützen kann man sich einfach: Nicht blind jede Nummer zurückrufen und bei berechtigtem Verdacht des Betrugsversuchs das Beschwerdeformular der Bundesnetzagentur nutzen, um die Nummer zu melden. Im eingetretenen Schadensfall können Verbraucherzentralen und Rechtsanwälte helfen.

Download:

Beschwerdeformular der Bundesnetzagentur

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